Einkaufen und dabei Geld zurückbekommen – das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Cashback-Portale, Bonusprogramme und Punktesysteme wie Payback oder DeutschlandCard versprechen genau das. Doch wie viel lässt sich damit tatsächlich sparen, und wo sind die Fallstricke?
Wie funktioniert Cashback?
Das Prinzip ist einfach: Anstatt direkt im Online-Shop einzukaufen, startest du den Kauf über ein Cashback-Portal oder eine spezielle App. Der Shop zahlt dem Portal eine Provision für die Vermittlung – und ein Teil dieser Provision wird an dich zurückgegeben.
Beispiel:
- Einkauf bei einem Online-Modehändler für 100 €
- Cashback-Quote: 5 %
- Du erhältst 5 € zurück, oft als Gutschrift oder Auszahlungsbetrag
Bei klassischen Bonusprogrammen wie Payback sammelst du Punkte, die später in Prämien oder Einkaufsgutscheine umgewandelt werden.
Die Vorteile von Cashback & Bonusprogrammen
- Echte Ersparnis: Wer ohnehin online einkauft, kann sich so kleine Beträge zurückholen. Über das Jahr summieren sich leicht 50–200 €.
- Zusatznutzen: Manche Kreditkarten bieten zusätzlich Cashback oder Punkte bei jeder Zahlung. Das kombiniert den Effekt mit dem normalen Einkauf.
- Einfachheit: Einmal registriert, ist der Prozess unkompliziert – ein Klick mehr vor dem Einkauf genügt.
Die Nachteile und Risiken
- Kaufanreiz: Viele geben mehr Geld aus, nur um Punkte oder Cashback mitzunehmen. Am Ende ist das kein Sparen, sondern unnötiger Konsum.
- Datenschutz: Programme wie Payback leben davon, dein Kaufverhalten auszuwerten. Die Daten werden für Marketing und personalisierte Werbung genutzt.
- Unterschiedliche Bedingungen: Cashback wird oft erst nach Wochen ausgezahlt – und nur, wenn die Bestellung nicht retourniert wird. Manche Angebote gelten nur für Neukunden.
Lohnt sich das wirklich?
Die ehrliche Antwort lautet: Ja, aber nur unter einer Bedingung.
Cashback und Bonuspunkte sind sinnvoll, wenn du sie für Käufe nutzt, die du sowieso getätigt hättest. Dann ist es echtes Sparen.
Wer sich jedoch zu Zusatzkäufen verleiten lässt, verliert am Ende mehr Geld, als er gewinnt.
Tipps für die Nutzung
- Lege dir ein oder zwei große Cashback-Portale an und nutze diese konsequent.
- Verknüpfe deine Kreditkarte oder Kontokarte, wenn sie Cashback-Vorteile bietet.
- Behalte den Überblick: Setze dir ein Limit, ab wann du dir das Guthaben auszahlen lässt.
- Lass dich nicht von Sonderaktionen verleiten – spare nur bei geplanten Käufen.
Fazit
Cashback, Payback & Co. sind kein Wundermittel, aber sie können eine nette Zusatzersparnis bringen. Richtig genutzt, ohne sich zum Konsum verführen zu lassen, sind 50 bis 200 € Extra-Ersparnis im Jahr durchaus realistisch.
Es gilt: Cashback ist ein Bonus, kein Grund zum Kauf. Wer das im Kopf behält, profitiert – ohne in die Konsumfalle zu tappen.

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