Es gibt einen der wichtigsten Sätze in der Finanzwelt, der oft Albert Einstein zugeschrieben wird: „Der Zinseszins ist das achte Weltwunder.“ Ob Einstein das wirklich gesagt hat, sei dahingestellt,die Wirkung des Zinseszinses ist jedenfalls tatsächlich fast wundersam.
Viele Menschen unterschätzen, wie stark der Effekt auf lange Sicht wirkt. Der entscheidende Unterschied liegt nicht in großen Beträgen, sondern im frühen Start. Je eher du beginnst, desto mächtiger arbeitet der Zinseszins für dich.
Es gibt einen der wichtigsten Sätze in der Finanzwelt, der oft Albert Einstein zugeschrieben wird: „Der Zinseszins ist das achte Weltwunder.“ Ob Einstein das wirklich gesagt hat, sei dahingestellt – die Wirkung des Zinseszinses ist jedenfalls tatsächlich fast wundersam.
Viele Menschen unterschätzen, wie stark der Effekt auf lange Sicht wirkt. Der entscheidende Unterschied liegt nicht in großen Beträgen, sondern im frühen Start. Je eher du beginnst, desto mächtiger arbeitet der Zinseszins für dich.
Was ist der Zinseszinseffekt?
Stell dir vor, du legst 1.000 Euro an und bekommst jedes Jahr 5 % Zinsen. Im ersten Jahr sind das 50 Euro, sodass du am Ende 1.050 Euro hast.
Im zweiten Jahr gibt es aber nicht nur Zinsen auf die ursprünglichen 1.000 Euro, sondern auch auf die 50 Euro Zinsen aus dem Vorjahr. Damit hast du am Ende 1.102,50 Euro. Jedes Jahr wachsen deine Zinsen mit – und erzeugen neue Zinsen.
Das nennt man Zinseszins: Dein Geld arbeitet nicht nur für dich, sondern auch die Erträge deiner Erträge.
Beispielrechnung: 100 Euro pro Monat
Um die Kraft des Effekts zu zeigen, nehmen wir ein einfaches Beispiel.
- Monatliche Sparrate: 100 €
- Durchschnittliche Rendite: 7 % pro Jahr (realistisch bei breit gestreuten Aktien-ETFs)
Nach 10 Jahren
Eingezahlt: 12.000 €
Depotwert: ca. 17.000 €
Nach 20 Jahren
Eingezahlt: 24.000 €
Depotwert: ca. 52.000 €
Nach 30 Jahren
Eingezahlt: 36.000 €
Depotwert: ca. 122.000 €
Du siehst: Nach 30 Jahren hast du nicht nur deine Einzahlungen verdreifacht, sondern durch den Zinseszinseffekt ein Vermögen aufgebaut, das deutlich über den eingezahlten Beträgen liegt.
Der Unterschied zwischen frühem und spätem Start
Noch deutlicher wird die Macht des Zinseszinses, wenn man den Zeitfaktor betrachtet.
- Person A beginnt mit 25 Jahren und spart 200 € im Monat. Sie macht das nur 10 Jahre lang und zahlt insgesamt 24.000 € ein. Danach spart sie nichts mehr, lässt das Geld aber investiert. Mit 65 Jahren steht ihr Depot bei rund 252.000 €.
- Person B beginnt erst mit 35 Jahren und spart bis zum 65. Geburtstag jeden Monat 200 €. Das sind ganze 30 Jahre lang Einzahlungen und insgesamt 72.000 €. Am Ende hat sie trotzdem nur rund 227.000 €.
Das Ergebnis ist verblüffend: Trotz dreimal so hoher Einzahlungen hat Person B weniger Vermögen als Person A – einfach, weil Person A zehn Jahre früher begonnen hat.
Warum frühes Investieren so wichtig ist
Der Zinseszinseffekt belohnt nicht den, der den größten Betrag investiert, sondern den, der am frühesten anfängt. Zeit ist dein wichtigster Verbündeter beim Vermögensaufbau.
Viele junge Menschen schieben Investieren vor sich her, weil sie denken, sie müssten erst „viel Geld verdienen“. In Wahrheit reichen schon kleine Beträge – 25 oder 50 Euro im Monat – um den Zinseszins in Gang zu setzen.
Je länger das Geld arbeitet, desto stärker explodiert die Kurve. Der Unterschied zwischen einem Start mit 20, 30 oder 40 Jahren beträgt am Ende oft mehrere Hunderttausend Euro.
Fazit
Der Zinseszinseffekt ist der Motor des langfristigen Vermögensaufbaus. Er macht aus kleinen, regelmäßigen Beträgen über Jahrzehnte ein großes Polster. Die wichtigste Entscheidung lautet deshalb nicht: „Wie viel soll ich sparen?“ – sondern: „Wann fange ich an?“
Die Antwort ist immer: so früh wie möglich.

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